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Klausur erzeugen · Abitur 2027 · Schleswig-Holstein

ChemieErhöhtes Anforderungsniveau

Alle Themen der amtlichen Vorgaben für diesen Jahrgang. Schließ ein, was du üben musst, schließ aus, was sitzt. Was offen bleibt, wird gezogen.

vorläufig, Änderungen möglich

Chemie wird laut amtlicher Terminübersicht am 21. April 2027 schriftlich geprüft. Für den Abiturjahrgang 2027 veröffentlicht Schleswig-Holstein in diesem Fach keine eigene jahrgangsbezogene Themenliste. Gezeigt werden die verbindlichen Inhalte der Fachanforderungen Chemie Sekundarstufe II für die Qualifikationsphase, die ohne Jahresfokus gelten.

Bearbeitungszeit300 Minuten, 5 StundenThemen in den Vorgaben4, davon 4 verbindlich
Themen der Klausur
  • verbindlichwird gezogen

    Chemie und Leben

    Biochemischer Schwerpunkt zu Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten im Kontext von Ernährung und Gesundheit, mit Wahlmöglichkeit zwischen den drei Stoffklassen.

    • Das Sachgebiet wird mindestens innerhalb eines gewählten Themenbereichs unterrichtet: Proteine, Kohlenhydrate oder Fette
    • Biochemische Aspekte von Gesundheit und Ernährung: biochemische Grundlagen von Ernährung und Gesundheit (Nährstoffe, Stoffwechselprozesse, exemplarische Betrachtung von Wirkstoffen in Nahrung und Medizin), essentielle Nahrungsbestandteile, physikalischer und biologischer Brennwert
    • Themenbereich Proteine: Bedeutung der Proteine für Lebewesen, Nachweisreaktion für Proteine, Aminosäuren als Bausteine der Proteine, essentielle Aminosäuren und ihre Bedeutung für die Ernährung, Zwitterionen, Peptidbindung, Primär-, Sekundär-, Tertiär- und Quartärstruktur, Denaturierung
    • Themenbereich Kohlenhydrate: Vorkommen, Eigenschaften und Nachweis der Glucose und Fructose, Darstellung der Moleküle mithilfe verschiedener Modelle (Fischer- und Haworth-Projektion), Aussagen und Grenzen von Modelldarstellungen, glykosidische Bindung, Beispiele für Di- und Polysaccharide, Nachweis zur Unterscheidung von reduzierenden und nichtreduzierenden Disacchariden, hydrolytische Spaltung von Di- und Polysacchariden
    • Themenbereich Fette: grundsätzlicher Aufbau eines Fett-Moleküls aus Glycerin und Fettsäuren, gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, Bewertung von Fetten anhand von Kennzahlen (qualitativ)
    • Nur auf erhöhtem Anforderungsniveau: einer der beiden Themenbereiche Proteine oder Kohlenhydrate ist verpflichtend zu behandeln; ein weiterer Themenbereich ist verpflichtend, wenn nicht der Themenbereich Farbstoffe (siehe Chemie der funktionalen Stoffe und Materialien) gewählt wird
    • Nur auf erhöhtem Anforderungsniveau, Proteine: koordinative Bindung (zwischen Metallkationen und freien Elektronenpaaren), isoelektrischer Punkt, Puffersysteme (Bedeutung, Zusammensetzung, Funktionsweise), Analyseverfahren für Aminosäuregemische (Prinzip der Chromatographie, Ermittlung und Interpretation von Rf-Werten), optische Aktivität, Chiralität, asymmetrisch substituierte Kohlenstoff-Atome
    • Nur auf erhöhtem Anforderungsniveau, Kohlenhydrate: koordinative Bindung (zwischen Metallkationen und freien Elektronenpaaren), optische Aktivität, Konfigurationsisomerie, Chiralität, asymmetrisch substituierte Kohlenstoff-Atome, Mutarotation
    • Nur auf erhöhtem Anforderungsniveau, Fette: Konfigurationsisomerie, experimentelle Ermittlung und Bewertung ausgewählter Kennzahlen (z. B. Iodzahl, Säurezahl, Verseifungszahl)
  • verbindlichwird gezogen

    Chemie und Umwelt

    Analytischer Schwerpunkt zu Wasser- und Bodenqualität, mit Pflicht zur Behandlung eines der beiden Umweltbereiche und optional ergänzend Luft.

    • Die Behandlung eines der beiden Umweltbereiche Wasser oder Boden ist verpflichtend, die Analytik mindestens innerhalb des gewählten Umweltbereichs
    • Analytik: Stoffmengen und Konzentrationen, Analysegenauigkeit, Fehlerbetrachtung und Nachweisgrenzen, qualitative und halbquantitative Analyse (Ionennachweise), quantitative Analysemethoden (Säure-Base-Titration und Konzentrationsberechnung), Chromatographie, ein Verfahren der instrumentellen Analyse (z. B. Konduktometrie, potenziometrische pH-Wert-Bestimmung, Fotometrie, Polarimetrie)
    • Umweltbereich Wasser (im Kontext eines gewählten Schwerpunkts, z. B. Trinkwasserschutz, Gewässerschutz, Düngung und Grundwasser, Versauerung der Meere): Wasseranalytik, Prinzipien der Nachweisreaktionen (Fällungsreaktionen, Farbreaktionen, Gasentwicklungsreaktionen), Nachweis relevanter Ionen, pH-Wert, Wasserhärte und Kalkkreislauf, Entnahme und Aufbereitung von Wasserproben, Bewertung der Wasserqualität
    • Umweltbereich Boden (im Kontext eines gewählten Schwerpunkts, z. B. Bodenbelastung und Bodensanierung, Einsatz von Düngemitteln): Bodenanalytik, Bodenstruktur, Prinzipien der Nachweisreaktionen, Nachweis relevanter Ionen, Boden-pH, Entnahme und Aufbereitung von Bodenproben, Bewertung der Bodenqualität
    • Ergänzend möglich, Umweltbereich Luft: Treibhauseffekt (natürlich, anthropogen), anthropogene Einflüsse, Luftschadstoffe und deren Nachweise, Ozon (stratosphärisch und bodennah), Kohlenstoffkreislauf und Messverfahren für den Kohlenstoffdioxidgehalt
    • Nur auf erhöhtem Anforderungsniveau, Analytik: qualitative, halbquantitative und quantitative Analysemethoden erhöhter Komplexität, Löslichkeitsgleichgewicht und Löslichkeitsprodukt (qualitativ und quantitativ), quantitative Analysemethoden (Säure-Base-Titration, Redox-Titration), quantitative Betrachtung von Säure- und Basenkonstante sowie pKS- und pKB-Werten, Titrationskurven, Berechnung von Anfangspunkt, Halbäquivalenzpunkt und Äquivalenzpunkt
  • verbindlichwird gezogen

    Chemie und Energie

    Schwerpunkt zu energetischen Prozessen und elektrochemischer Stromgewinnung, von Verbrennungsreaktionen bis zu Batterien und Korrosion.

    • Chemische Grundlagen von Energiekonzepten: energetische Betrachtung von Umwandlungsprozessen, Energiespeicherung, Kalorimetrie, 1. Hauptsatz der Thermodynamik, Reaktionsenthalpie
    • Redoxreaktionen und chemische Stromgewinnung: elektrochemische Gewinnung von Stoffen durch Elektrolyse als erzwungene Redox-Reaktion, Elektrolyse als großtechnisches Verfahren, galvanische Zellen, Gegenüberstellung galvanisches Element und Elektrolyse, elektrochemische Spannungsreihe, Halbzellen und deren Potenziale, Berechnung der Zellspannung aus den Standardpotenzialen, Akkumulatoren
    • Energieträger jenseits fossiler Brennstoffe: Brennstoffzelle, Energie aus nachwachsenden Rohstoffen, Gesichtspunkte der Nachhaltigkeit bei der Nutzung von Energiespeichern
    • Elektrochemische Korrosion: Korrosion von Metallen, aktiver und passiver Korrosionsschutz
    • Nur auf erhöhtem Anforderungsniveau: Satz von Hess, innere Energie, Reaktionsenergie und Reaktionsenthalpie, Gibbs-Helmholtz-Gleichung, Berechnung der Änderung der molaren Standardenthalpie, 2. Hauptsatz der Thermodynamik (Prinzip des Enthalpie-Minimums), Reaktionsentropie, freie Reaktionsenthalpie
    • Nur auf erhöhtem Anforderungsniveau: Faraday-Gesetze, Überspannung (Zersetzungsspannung als Differenz der Elektrodenpotenziale von Anode und Kathode), Konzentrationszelle, Nernst-Gleichung, Berechnung von Potenzialen in Abhängigkeit von den Konzentrationen bei Standardtemperatur
  • verbindlichwird gezogen

    Chemie der funktionalen Stoffe und Materialien

    Werkstoffchemischer Schwerpunkt zu Kunststoffen sowie, auf erhöhtem Anforderungsniveau verpflichtend, aromatischen Verbindungen, Farbstoffen und Nanochemie.

    • Innerhalb dieses Sachgebiets wird mindestens der Themenbereich Kunststoffe unterrichtet
    • Kunststoffe: zentrale Begriffe Monomer, Polymer, Makromolekül, Einteilung nach thermischem Verhalten (Thermoplaste, Duroplaste, Elastomere), zwischenmolekulare Wechselwirkungen, Herstellung und Eigenschaften mindestens eines Kunststoffs, Rohstoffgewinnung und -verarbeitung, Recyclingverfahren, Wertstoffkreisläufe
    • Nur auf erhöhtem Anforderungsniveau ist die Behandlung der aromatischen Verbindungen verpflichtend, unabhängig von einer Anbindung an Farbstoffe; der Themenbereich Farbstoffe ist verpflichtend, wenn nicht ein weiterer Themenbereich aus Chemie und Leben behandelt wird; der Themenbereich Nanochemie ist verpflichtend, kann aber auch in Chemie und Energie integriert werden
    • Nur auf erhöhtem Anforderungsniveau, Kunststoffe: Mechanismus der Estersynthese, Mechanismus der radikalischen Polymerisation
    • Nur auf erhöhtem Anforderungsniveau, Aromatische Verbindungen: Struktur aromatischer Systeme, Mesomerie und deren Darstellung, Benzol und ausgewählte Substitutionsprodukte, wellenmechanisches Atommodell, Mechanismus der elektrophilen Substitution, mesomerer Effekt
    • Nur auf erhöhtem Anforderungsniveau, Farbstoffe: additive und subtraktive Farbmischung, Farbstoffklassen, Zusammenhang zwischen Textilstruktur, Farbstoffstruktur und passendem Färbeverfahren, ein beispielhaftes Textilfärbeverfahren, Anwendung der elektrophilen Substitution, Substituenteneffekte (auxochrome und antiauxochrome Gruppen, Chromophor)
    • Nur auf erhöhtem Anforderungsniveau, Nanochemie: Systemebenen Makro, Mikro, Nano, Besonderheiten von Nanopartikeln (Verhältnis Oberfläche zu Masse und Volumen), Betrachtung der Eigenschaften einer nanostrukturierten Oberfläche

Eingeschlossene Themen kommen sicher vor, ausgeschlossene nicht. Der Rest wird gezogen, verbindliche Themen zuerst.

Wortlaut und Quelle der Vorgaben stehen unter Themenvorgaben, die zugelassenen Operatoren unter Operatoren. Die Klausur ist eine Übung, keine echte Prüfungsaufgabe.