Zum Inhalt springen
Klausur erzeugen · Abitur 2027 · Baden-Württemberg

WirtschaftLeistungsfach

Alle Themen der amtlichen Vorgaben für diesen Jahrgang. Schließ ein, was du üben musst, schließ aus, was sitzt. Was offen bleibt, wird gezogen.

vorläufig, Änderungen möglich

Wirtschaft gibt es in Baden-Württemberg als Leistungsfach mit schriftlicher Prüfung. Die Grundlagen der Ökonomie gehören zu beiden Prüfungsaufgaben; die eine verbindet sie mit den Grundlagen der Betriebswirtschaft, die andere mit den globalen Gütermärkten. Die übrigen Inhalte des Bildungsplans bleiben für den Unterricht und die mündliche Prüfung verbindlich.

Bearbeitungszeit270 Minuten, 4 Stunden 30 MinutenThemen in den Vorgaben3, davon 3 verbindlich
Themen der Klausur
  • verbindlichwird gezogen

    Thematische Einheiten I und II: 3.1.1 Grundlagen der Ökonomie

    Die Schülerinnen und Schüler können das Verhalten verschiedener Akteure in ökonomischen Situationen (I) und daraus resultierende Dilemmata bewerten (I, II). Sie können erklären, wie Märkte funktionieren, und deren Effizienz beurteilen (III). Sie können die Möglichkeiten bewerten, eine Volkswirtschaft zu gestalten und den Zustand einer Volkswirtschaft sowie wirtschaftspolitische Ziele einer Gesellschaft beurteilen (III).

    • Einflussfaktoren auf ökonomisches Verhalten (Handeln nach Präferenzen, Reagieren auf Anreize und Restriktionen) anhand verschiedener Erklärungsansätze (Rationalitätshypothese beziehungsweise begrenzte Rationalität) beschreiben und deren Aussagekraft beurteilen
    • ökonomische Entscheidungen privater Haushalte mithilfe von Opportunitätskosten, Einkommen und Grenznutzen analysieren
    • sowohl individuelle als auch gesellschaftliche Dilemmasituationen (Gefangenendilemma, Trittbrettfahrersituation) erklären und das Verhalten der Akteure in diesen Situationen bewerten
    • den Prozess der Preisbildung auf dem vollkommenen Markt mithilfe des Preis-Mengen-Diagramms (Veränderungen der Bestimmungsfaktoren von Angebot und Nachfrage, Auswirkungen auf die Gesamtwohlfahrt, Elastizitäten) erklären und damit die Preisfunktionen erläutern
    • Ursachen für Marktversagen (zum Beispiel Marktmacht, Externalitäten, Informationsasymmetrien) darstellen und Lösungsmöglichkeiten erläutern
    • die wirtschaftliche Lage Deutschlands anhand von Konjunkturindikatoren analysieren
    • die Soziale Marktwirtschaft mit einer anderen realen Wirtschaftsordnung vergleichen
    • wirtschaftspolitische Zielsetzungen (unter anderem Preisniveaustabilität, Wirtschaftswachstum und ökologische Nachhaltigkeit (Artikel 20a GG)) bewerten
  • verbindlichwird gezogen

    Thematische Einheit I: 3.1.2 Grundlagen der Betriebswirtschaft

    Die Schülerinnen und Schüler können Unternehmen als produktive, soziale, sich wandelnde und komplexe Systeme beurteilen (I). Sie können die Bedeutung von Anspruchsgruppen für den Erfolg eines Unternehmens überprüfen (II). Sie können den Stellenwert von politisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen und die Bedeutung von Unternehmen für die Volkswirtschaft beurteilen (III).

    • die betriebswirtschaftliche Situation eines Unternehmens anhand von Kennzahlen aus Bilanz und GuV (Liquidität, Rentabilität, Sicherheit, zum Beispiel Eigenkapitalquote) sowie weiteren Analyseinstrumenten (unter anderem SWOT-Analyse) beschreiben
    • den Einfluss strategischer Entscheidungen (Strategietypen, zum Beispiel Wachstumsstrategie nach Ansoff, Wettbewerbsstrategie nach Porter, Rechtsform, Standort eines Unternehmens, Make-or-Buy-Entscheidung) auf den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens überprüfen
    • Instrumente des Marketing-Mix erläutern sowie eine Marketingstrategie beurteilen
    • eine preispolitische Strategie auch unter Berücksichtigung der Kostenrechnung (Deckungsbeitrag, Break-Even-Analyse) erläutern
    • Optimierungsmöglichkeiten betrieblicher Abläufe (zum Beispiel Kaizen, Lean-Production, Just-in-Sequence) darstellen und Voraussetzungen für Innovation im Unternehmen beschreiben
    • Finanzierungsmöglichkeiten (Außen-, Innenfinanzierung) einer Investition vergleichen
    • Ziele von Anspruchsgruppen (Stakeholder) mit den Zielen eines Unternehmens vergleichen und Zielbeziehungen beschreiben
    • die Bedeutung der betrieblichen Mitbestimmung (gesetzliche Regelungen) beurteilen
    • Wechselwirkungen von Unternehmenskultur (zum Beispiel Werte, Normen, Rituale) und Mitarbeiterzufriedenheit darstellen
    • Entlohnungsformen aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmersicht bewerten
    • Wechselwirkungen zwischen Customer Relationship Management und Konsumentensouveränität (unter anderem informationelle Selbstbestimmung) erläutern
    • das Handeln von Unternehmen anhand unternehmensethischer Ansätze überprüfen
    • den Einfluss von gesellschaftlichem und technologischem Wandel (zum Beispiel Digitalisierung) auf unternehmerische Entscheidungen erklären
    • Wechselwirkungen zwischen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und unternehmerischen Interessen und Entscheidungen beurteilen
    • die ökonomische, soziale und ökologische Bedeutung und Verantwortung von Unternehmen für Volkswirtschaften darstellen
  • verbindlichwird gezogen

    Thematische Einheit II: 3.1.3 Globale Gütermärkte

    Die Schülerinnen und Schüler können die Bedeutung globaler Nachfrager- und Anbieterentscheidungen beurteilen (I) und Tauschverhältnisse zwischen Konsumenten und Produzenten auf dem globalen Markt bewerten (II). Sie können die Funktionsfähigkeit globaler Märkte beurteilen und politische Steuerungsmöglichkeiten auf globalen Märkten bewerten (III).

    • globales Konsumverhalten analysieren (zum Beispiel Theorie der globalen Homogenisierung, Kreolisierungsthese)
    • Gründe für die Internationalisierung von Unternehmen beschreiben und eine Wertschöpfungskette darstellen
    • Gründe für internationalen Handel mithilfe von Theorien erklären (eine klassische und eine moderne Außenhandelstheorie) und deren Aussagekraft beurteilen
    • internationalen Handel anhand von Leistungsbilanzen analysieren
    • Formen von „Fairem Handel“ beschreiben und dessen Auswirkungen auf verschiedene Akteure erörtern
    • die Bedeutung Transnationaler Unternehmen auf globalen Märkten erläutern (Marktformen, Marktmacht, Innovationsanreiz)
    • Chancen und Risiken von Regionalisierung (zum Beispiel EU-Binnenmarkt, Freihandelsabkommen) erörtern
    • Möglichkeiten und Grenzen internationaler Ordnungspolitik beurteilen (Neue Welthandelsordnung, WTO, NGOs)
    • die Wirkung eines internationalen Umwelt- beziehungsweise Sozialabkommens im Hinblick auf verschiedene Akteure analysieren (zum Beispiel Paris-Abkommen, ILO-Regelwerk )

Eingeschlossene Themen kommen sicher vor, ausgeschlossene nicht. Der Rest wird gezogen, verbindliche Themen zuerst.

Wortlaut und Quelle der Vorgaben stehen unter Themenvorgaben, die zugelassenen Operatoren unter Operatoren. Die Klausur ist eine Übung, keine echte Prüfungsaufgabe.