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Klausur erzeugen · Abitur 2027 · Hessen

GeographieLeistungsfach

Alle Themen der amtlichen Vorgaben für diesen Jahrgang. Schließ ein, was du üben musst, schließ aus, was sitzt. Was offen bleibt, wird gezogen.

vorläufig, Änderungen möglich

Grundkurs und Leistungskurs bearbeiten dieselben neun Themenfelder des Kerncurriculums, der Leistungskurs zusätzlich die dort ausgewiesenen Inhalte auf erhöhtem Niveau. In beiden Kursarten wählen die Prüflinge aus drei vorgelegten Aufgabenvorschlägen einen zur Bearbeitung aus. Die Bearbeitungszeit beträgt im Grundkurs 255 Minuten und im Leistungskurs 300 Minuten, jeweils einschließlich Auswahlzeit.

Bearbeitungszeit300 Minuten, 5 StundenThemen in den Vorgaben9, davon 9 verbindlich
Themen der Klausur
  • verbindlichwird gezogen

    Q1.1 Erschließung und Abbau von Rohstoffen

    Wie Rohstoffe, Ressourcen, Lagerstätten und Reserven definiert sind, welche ökonomischen und politischen Folgen ihre Erschließung und ihr Abbau haben und wie sich das am Katanga-Syndrom vertiefen lässt.

    • Systematik und Begriffsdefinition: Rohstoffe, Ressourcen, Lagerstätten und Reserven
    • Problematik von Erschließung und Abbau als Folge ökonomischer Mechanismen wie Verbrauch und Nachfrage, an einem aktuellen Beispiel im Nahraum, etwa Sand, Gestein, Kalisalz oder Wasser, und einem geopolitisch relevanten Beispiel, etwa Abbau am Rande der Ökumene wie Ölsande
    • Politische Maßnahmen, ökologisch und sozial, nach dem Abbau von Rohstoffen, etwa Rekultivierung
    • Erhöhtes Niveau: Katanga-Syndrom
  • verbindlichwird gezogen

    Q1.2 Globale Herausforderung: Knappe Rohstoffe

    Wie Rohstoffgewinnung, -verarbeitung, -nutzung und -entsorgung weltweit verflochten sind, mit welchen Strategien knappe und strategische Rohstoffe bewirtschaftet werden und welche Interessenkonflikte um unerschlossene Ressourcen wie Tiefsee oder Arktis bestehen.

    • Globale Verflechtung von Rohstoffgewinnung, -verarbeitung und -nutzung sowie Wertschöpfung und Entsorgung
    • Strategien und deren Grenzen im Umgang mit knappen Rohstoffen im Überblick, etwa Substitution, Innovation, Recycling, Urban Mining
    • Strategische Rohstoffe wie Wasser, Boden, kritische Metalle, seltene Erden und Lithium: Definition, Vorkommen, Endlichkeit, Verwendungsmöglichkeiten, politische Instrumentalisierung, geopolitische Konflikte
    • Chancen und Risiken des Recyclings in nicht entwickelten Ländern, etwa Export von Plastikmüll nach Malaysia, Abwrackwerften in Indien, Elektroschrott in Ghana
    • Erhöhtes Niveau: Interessenkonflikte um Nutzungsrechte unerschlossener Ressourcen, etwa Tiefsee, Arktis, Antarktis
  • verbindlichwird gezogen

    Q1.4 Zukunftsfähige, nachhaltige Energieversorgung

    Wie der globale Energieverbrauch mit der Wirtschaftskraft von Ländern zusammenhängt, welche Potenziale erneuerbare Energiequellen haben und welche ethischen und verbraucherbereichsspezifischen Herausforderungen damit verbunden sind.

    • Globaler Energieverbrauch in Korrelation mit der Wirtschaftskraft der Länder
    • Herausforderungen und politische Gestaltungsmöglichkeiten einer zukunftsfähigen Energieversorgung, lokal und global
    • Funktionsweise in Grundzügen und Potenziale einer erneuerbaren Energiequelle, Auswahl aus Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie, Biomasse und Erdwärme, sowie Probleme bei deren Nutzung wie Erzeugung, Speicherung und Transport
    • Erhöhtes Niveau: ethische Diskussion, etwa über Energiepflanzen (Tank oder Teller), sowie Herausforderungen nachhaltiger Energieversorgung in unterschiedlichen Verbraucherbereichen wie privater Haushalt, Verkehr, Industrie
  • verbindlichwird gezogen

    Q2.1 Raumentwicklung in Deutschland und Europa, das Leitbild der Nachhaltigkeit und dessen politische Umsetzung

    Wie Disparitäten in Deutschland und Europa entstehen, welche Ziele die Raumplanung für eine nachhaltige Entwicklung verfolgt und wie sie an einem aktuellen Fallbeispiel mit Raumnutzungskonflikt umgesetzt wird.

    • Ausgangspunkt: Disparitäten in Deutschland und Europa
    • Zielperspektive: Ziele und Schwerpunkte der Raumplanung für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland und Europa, Abbau von Entwicklungsunterschieden, insbesondere das Nachhaltigkeitsverständnis gemäß dem 4+2-Modell (Ökologie, Ökonomie, Politik, Soziales, weltweite Gerechtigkeit, Generationengerechtigkeit) und der Agenda 2030
    • Umsetzung: Grundlagen der Raumordnung in Deutschland und Europa anhand eines aktuellen, möglichst europäisch bedeutsamen Fallbeispiels mit deutlichem Raumnutzungskonflikt
    • Strategien der Raumordnung, etwa Gegenstrom- und Subsidiaritätsprinzip, zentrale Orte, Entwicklungsachsen, Raumentwicklungsmodelle, Prozesse politischer Willensbildung und Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung
  • verbindlichwird gezogen

    Q2.2 Marktwirtschaftlich dominierte Strukturwandelprozesse

    Wie sich deutsche Städte strukturell gliedern und durch Urbanisierung, Suburbanisierung, Gentrifizierung und Segregation verändern, und wie nachhaltige Stadtentwicklung auf aktuelle Herausforderungen wie demografischen Wandel oder Klimawandel reagiert, etwa als Smart City.

    • Stadtgeographische Grundlagen: Strukturmodell der deutschen Stadt, Stadt-Umland-Beziehungen wie Urbanisierung, Suburbanisierung, Deurbanisierung und Reurbanisierung, Push- und Pull-Faktoren als Ursache von Binnenmigration
    • Gentrifizierung und Segregation als Herausforderung der nachhaltigen Stadtentwicklung, insbesondere in der Dimension soziale Nachhaltigkeit, Merkmale und Folgen wie funktionale und sozialräumliche Gliederung, Wohnraum- und Stadtteilaufwertung, Kauf- und Mietpreisentwicklung
    • Allgemeines Modell der Gentrifizierung: Phasen, Ursachen, Formen und Folgen
    • Politischer Umgang mit Gentrifizierung, etwa Mietpreisbremse und sozialer Wohnungsbau
    • Erhöhtes Niveau: nachhaltige Stadtentwicklung im Kontext aktueller Herausforderungen wie demographischer Wandel, Engpässe auf dem Wohnungsmarkt, Verkehrswende, Energiewende, Klimawandel, sowie das Konzept Smart City
  • verbindlichwird gezogen

    Q3.1 Entwicklungszusammenarbeit und internationale Konflikte in einer globalisierten Staatenwelt, Agenda 2030

    Wie sich Nicht-Entwicklung an einem wenig entwickelten Staat erklären lässt, wie Staaten nach ihrem Entwicklungsstand eingeteilt werden, welche Ziele die Agenda 2030 vorsieht und wie Modelle wie Polarisationsumkehr oder Zentrum-Peripherie Disparitäten innerhalb von Ländern erklären.

    • Ausgangssituation: Erklärungsansätze für Nicht-Entwicklung, naturräumlich (zum Beispiel Rohstoffmangel, Klimaungunst), intern (zum Beispiel Demographie, traditionsorientierte Kultur und Werteordnung, bad governance) und extern (zum Beispiel koloniales Erbe, auf Rohstoffe konzentrierte Exportstruktur, terms of trade), Modernisierungs- und Dependenztheorie
    • Globale Disparitäten: Klassifikationsmöglichkeiten von Staaten, Einordnen des Entwicklungsstandes im internationalen Vergleich, Einteilungsarten, insbesondere HDI und BIP, sowie Problematik der Indikatoren
    • Zielperspektive: Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit den handlungsleitenden Perspektiven People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership
    • Umsetzungsmöglichkeiten: Entwicklungschancen intern, etwa Rohstoffreichtum, Bildung, Gesundheit, good governance, Korruptionsbekämpfung, ökologische und soziale Standards, und extern, etwa Entwicklungszusammenarbeit und Beiträge von Nichtregierungsorganisationen
    • Erhöhtes Niveau: Auseinandersetzung mit ökonomischen Modellen zur Abmilderung von Disparitäten innerhalb eines Landes, etwa Modell der Polarisationsumkehr und Zentrum-Peripherie-Modell, sowie nachhaltige Entwicklungen in einer multipolaren Welt
  • verbindlichwird gezogen

    Q3.2 Strukturwandel der Weltwirtschaft, Globalisierung als Möglichkeit einer nachhaltigen Entwicklung?

    Wie ökonomische Globalisierung Nationalökonomien verflicht, welche Chancen und Risiken sie für Entwicklungsländer bietet und wie sich ein konkretes Projekt der Entwicklungszusammenarbeit untersuchen und bewerten lässt.

    • Überblick über die ökonomische Globalisierung: Verflechtung von Nationalökonomien, Außenhandel, Schaffung globaler oder kontinentaler Märkte, Intensivierung des internationalen Wettbewerbs, Informations- und Kommunikationstechnologien, Liberalisierung des Welthandels
    • Möglichkeiten der nachhaltigen Entwicklung in Abhängigkeit von naturräumlichen Voraussetzungen, etwa Potenziale für Landwirtschaft oder Tourismus
    • Einbindung der Entwicklungsländer in den Welthandel und deren Auswirkungen, etwa Importsubstitution und Exportdiversifizierung
    • Ein konkretes Beispiel für die Auswirkungen ökonomischer Globalisierungsprozesse im Kontext der Nachhaltigkeit, etwa Produktion von Konsumgütern in China, Konzentration der Pharmaindustrie in Indien, Kinderarbeit, Rohstoffabbau
    • Erhöhtes Niveau: Untersuchung und Bewertung eines konkreten Projekts der Entwicklungszusammenarbeit
  • verbindlichwird gezogen

    Q3.3 Landwirtschaft in den Industrieländern, Möglichkeiten der Bewirtschaftung

    Wie bodengeographische Grundlagen und globalisierte Agroindustrie die Landwirtschaft in Industrieländern prägen, welche Nutzungsformen eine nachhaltigere Entwicklung ermöglichen und wie sich das Dust-Bowl-Syndrom sowie Urban Gardening als Beispiele einordnen lassen.

    • Bodengeographische Grundlagen, etwa Bodenbildungsprozesse, Bodenfruchtbarkeit, Bodentypen, Bodenzonen, Abhängigkeit vom Klima, im Kontext aktueller Herausforderungen wie Treibhausgasemissionen, Düngung, Nitratbelastung und Bodenerosion
    • Globalisierte Agroindustrie: Wandel in Anzahl und Größenstruktur landwirtschaftlicher Betriebe, insbesondere Intensivierung, Maschinisierung, Spezialisierung, Produktivitätssteigerung
    • Aktuelle Nutzungsformen, etwa Agrobusiness, konventioneller und ökologischer Landbau, smarte Landwirtschaft, und Möglichkeiten der Weiterentwicklung im Sinne der Nachhaltigkeit
    • Erhöhtes Niveau: innovative nachhaltige Nutzungsformen, etwa Urban Gardening, sowie das Dust-Bowl-Syndrom
  • verbindlichwird gezogen

    Q4.3 Nachhaltige Nahrungsmittelproduktion

    Welche Bedeutung der Boden für die Welternährung hat, wie der Klimawandel agrarische Nutzflächen verändert und welche Rolle Fischerei und Aquakultur für die Nahrungsmittelversorgung spielen.

    • Bedeutung des Bodens für die Weltbevölkerung, Zeiträume für Bodenbildung, Bodendegradation wie Bodenerosion, Desertifikation, Bodenversalzung, Schadstoffbelastung, Bodenversauerung, Bodenverdichtung, Flächenverbrauch und Bodenversiegelung
    • Bedeutung des Klimawandels für agrarische Nutzflächen, etwa Verlust von Ackerfläche und potenzielle Neuerschließung
    • Nahrung aus dem Meer: Fischvorkommen und naturgeographische Gegebenheiten, Bedeutung von Fisch für die Nahrungsmittelversorgung in unterschiedlichen Teilen der Erde, Konkurrenz um Fanggründe, Überfischung, nachhaltige Fischereiwirtschaft, Aquakulturen als Lösungsansatz

Eingeschlossene Themen kommen sicher vor, ausgeschlossene nicht. Der Rest wird gezogen, verbindliche Themen zuerst.

Wortlaut und Quelle der Vorgaben stehen unter Themenvorgaben, die zugelassenen Operatoren unter Operatoren. Die Klausur ist eine Übung, keine echte Prüfungsaufgabe.