Geographie
Oben steht jeweils der Wortlaut der Vorgabe, darunter auf grauer Fläche, was er für dich bedeutet. Verbindlich ist allein der Wortlaut.
Grundkurs und Leistungskurs bearbeiten dieselben neun Themenfelder des Kerncurriculums, der Leistungskurs zusätzlich die dort ausgewiesenen Inhalte auf erhöhtem Niveau. In beiden Kursarten wählen die Prüflinge aus drei vorgelegten Aufgabenvorschlägen einen zur Bearbeitung aus. Die Bearbeitungszeit beträgt im Grundkurs 255 Minuten und im Leistungskurs 300 Minuten, jeweils einschließlich Auswahlzeit.
Leistungskurs
10 Themen, davon 10 verbindlich
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q1.1 Erschließung und Abbau von Rohstoffen“
- Systematik und Begriffsdefinition: Rohstoffe, Ressourcen, Lagerstätten und Reserven
- Problematik von Erschließung und Abbau als Folge ökonomischer Mechanismen wie Verbrauch und Nachfrage, an einem aktuellen Beispiel im Nahraum, etwa Sand, Gestein, Kalisalz oder Wasser, und einem geopolitisch relevanten Beispiel, etwa Abbau am Rande der Ökumene wie Ölsande
- Politische Maßnahmen, ökologisch und sozial, nach dem Abbau von Rohstoffen, etwa Rekultivierung
- Erhöhtes Niveau: Katanga-Syndrom
Im Klartext
Wie Rohstoffe, Ressourcen, Lagerstätten und Reserven definiert sind, welche ökonomischen und politischen Folgen ihre Erschließung und ihr Abbau haben und wie sich das am Katanga-Syndrom vertiefen lässt.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q1.2 Globale Herausforderung: Knappe Rohstoffe“
- Globale Verflechtung von Rohstoffgewinnung, -verarbeitung und -nutzung sowie Wertschöpfung und Entsorgung
- Strategien und deren Grenzen im Umgang mit knappen Rohstoffen im Überblick, etwa Substitution, Innovation, Recycling, Urban Mining
- Strategische Rohstoffe wie Wasser, Boden, kritische Metalle, seltene Erden und Lithium: Definition, Vorkommen, Endlichkeit, Verwendungsmöglichkeiten, politische Instrumentalisierung, geopolitische Konflikte
- Chancen und Risiken des Recyclings in nicht entwickelten Ländern, etwa Export von Plastikmüll nach Malaysia, Abwrackwerften in Indien, Elektroschrott in Ghana
- Erhöhtes Niveau: Interessenkonflikte um Nutzungsrechte unerschlossener Ressourcen, etwa Tiefsee, Arktis, Antarktis
Im Klartext
Wie Rohstoffgewinnung, -verarbeitung, -nutzung und -entsorgung weltweit verflochten sind, mit welchen Strategien knappe und strategische Rohstoffe bewirtschaftet werden und welche Interessenkonflikte um unerschlossene Ressourcen wie Tiefsee oder Arktis bestehen.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q1.4 Zukunftsfähige, nachhaltige Energieversorgung“
- Globaler Energieverbrauch in Korrelation mit der Wirtschaftskraft der Länder
- Herausforderungen und politische Gestaltungsmöglichkeiten einer zukunftsfähigen Energieversorgung, lokal und global
- Funktionsweise in Grundzügen und Potenziale einer erneuerbaren Energiequelle, Auswahl aus Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie, Biomasse und Erdwärme, sowie Probleme bei deren Nutzung wie Erzeugung, Speicherung und Transport
- Erhöhtes Niveau: ethische Diskussion, etwa über Energiepflanzen (Tank oder Teller), sowie Herausforderungen nachhaltiger Energieversorgung in unterschiedlichen Verbraucherbereichen wie privater Haushalt, Verkehr, Industrie
Im Klartext
Wie der globale Energieverbrauch mit der Wirtschaftskraft von Ländern zusammenhängt, welche Potenziale erneuerbare Energiequellen haben und welche ethischen und verbraucherbereichsspezifischen Herausforderungen damit verbunden sind.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q2.1 Raumentwicklung in Deutschland und Europa, das Leitbild der Nachhaltigkeit und dessen politische Umsetzung“
- Ausgangspunkt: Disparitäten in Deutschland und Europa
- Zielperspektive: Ziele und Schwerpunkte der Raumplanung für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland und Europa, Abbau von Entwicklungsunterschieden, insbesondere das Nachhaltigkeitsverständnis gemäß dem 4+2-Modell (Ökologie, Ökonomie, Politik, Soziales, weltweite Gerechtigkeit, Generationengerechtigkeit) und der Agenda 2030
- Umsetzung: Grundlagen der Raumordnung in Deutschland und Europa anhand eines aktuellen, möglichst europäisch bedeutsamen Fallbeispiels mit deutlichem Raumnutzungskonflikt
- Strategien der Raumordnung, etwa Gegenstrom- und Subsidiaritätsprinzip, zentrale Orte, Entwicklungsachsen, Raumentwicklungsmodelle, Prozesse politischer Willensbildung und Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung
Im Klartext
Wie Disparitäten in Deutschland und Europa entstehen, welche Ziele die Raumplanung für eine nachhaltige Entwicklung verfolgt und wie sie an einem aktuellen Fallbeispiel mit Raumnutzungskonflikt umgesetzt wird.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q2.2 Marktwirtschaftlich dominierte Strukturwandelprozesse“
- Stadtgeographische Grundlagen: Strukturmodell der deutschen Stadt, Stadt-Umland-Beziehungen wie Urbanisierung, Suburbanisierung, Deurbanisierung und Reurbanisierung, Push- und Pull-Faktoren als Ursache von Binnenmigration
- Gentrifizierung und Segregation als Herausforderung der nachhaltigen Stadtentwicklung, insbesondere in der Dimension soziale Nachhaltigkeit, Merkmale und Folgen wie funktionale und sozialräumliche Gliederung, Wohnraum- und Stadtteilaufwertung, Kauf- und Mietpreisentwicklung
- Allgemeines Modell der Gentrifizierung: Phasen, Ursachen, Formen und Folgen
- Politischer Umgang mit Gentrifizierung, etwa Mietpreisbremse und sozialer Wohnungsbau
- Erhöhtes Niveau: nachhaltige Stadtentwicklung im Kontext aktueller Herausforderungen wie demographischer Wandel, Engpässe auf dem Wohnungsmarkt, Verkehrswende, Energiewende, Klimawandel, sowie das Konzept Smart City
Im Klartext
Wie sich deutsche Städte strukturell gliedern und durch Urbanisierung, Suburbanisierung, Gentrifizierung und Segregation verändern, und wie nachhaltige Stadtentwicklung auf aktuelle Herausforderungen wie demografischen Wandel oder Klimawandel reagiert, etwa als Smart City.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q3.1 Entwicklungszusammenarbeit und internationale Konflikte in einer globalisierten Staatenwelt, Agenda 2030“
- Ausgangssituation: Erklärungsansätze für Nicht-Entwicklung, naturräumlich (zum Beispiel Rohstoffmangel, Klimaungunst), intern (zum Beispiel Demographie, traditionsorientierte Kultur und Werteordnung, bad governance) und extern (zum Beispiel koloniales Erbe, auf Rohstoffe konzentrierte Exportstruktur, terms of trade), Modernisierungs- und Dependenztheorie
- Globale Disparitäten: Klassifikationsmöglichkeiten von Staaten, Einordnen des Entwicklungsstandes im internationalen Vergleich, Einteilungsarten, insbesondere HDI und BIP, sowie Problematik der Indikatoren
- Zielperspektive: Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit den handlungsleitenden Perspektiven People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership
- Umsetzungsmöglichkeiten: Entwicklungschancen intern, etwa Rohstoffreichtum, Bildung, Gesundheit, good governance, Korruptionsbekämpfung, ökologische und soziale Standards, und extern, etwa Entwicklungszusammenarbeit und Beiträge von Nichtregierungsorganisationen
- Erhöhtes Niveau: Auseinandersetzung mit ökonomischen Modellen zur Abmilderung von Disparitäten innerhalb eines Landes, etwa Modell der Polarisationsumkehr und Zentrum-Peripherie-Modell, sowie nachhaltige Entwicklungen in einer multipolaren Welt
Im Klartext
Wie sich Nicht-Entwicklung an einem wenig entwickelten Staat erklären lässt, wie Staaten nach ihrem Entwicklungsstand eingeteilt werden, welche Ziele die Agenda 2030 vorsieht und wie Modelle wie Polarisationsumkehr oder Zentrum-Peripherie Disparitäten innerhalb von Ländern erklären.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q3.2 Strukturwandel der Weltwirtschaft, Globalisierung als Möglichkeit einer nachhaltigen Entwicklung?“
- Überblick über die ökonomische Globalisierung: Verflechtung von Nationalökonomien, Außenhandel, Schaffung globaler oder kontinentaler Märkte, Intensivierung des internationalen Wettbewerbs, Informations- und Kommunikationstechnologien, Liberalisierung des Welthandels
- Möglichkeiten der nachhaltigen Entwicklung in Abhängigkeit von naturräumlichen Voraussetzungen, etwa Potenziale für Landwirtschaft oder Tourismus
- Einbindung der Entwicklungsländer in den Welthandel und deren Auswirkungen, etwa Importsubstitution und Exportdiversifizierung
- Ein konkretes Beispiel für die Auswirkungen ökonomischer Globalisierungsprozesse im Kontext der Nachhaltigkeit, etwa Produktion von Konsumgütern in China, Konzentration der Pharmaindustrie in Indien, Kinderarbeit, Rohstoffabbau
- Erhöhtes Niveau: Untersuchung und Bewertung eines konkreten Projekts der Entwicklungszusammenarbeit
Im Klartext
Wie ökonomische Globalisierung Nationalökonomien verflicht, welche Chancen und Risiken sie für Entwicklungsländer bietet und wie sich ein konkretes Projekt der Entwicklungszusammenarbeit untersuchen und bewerten lässt.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q3.3 Landwirtschaft in den Industrieländern, Möglichkeiten der Bewirtschaftung“
- Bodengeographische Grundlagen, etwa Bodenbildungsprozesse, Bodenfruchtbarkeit, Bodentypen, Bodenzonen, Abhängigkeit vom Klima, im Kontext aktueller Herausforderungen wie Treibhausgasemissionen, Düngung, Nitratbelastung und Bodenerosion
- Globalisierte Agroindustrie: Wandel in Anzahl und Größenstruktur landwirtschaftlicher Betriebe, insbesondere Intensivierung, Maschinisierung, Spezialisierung, Produktivitätssteigerung
- Aktuelle Nutzungsformen, etwa Agrobusiness, konventioneller und ökologischer Landbau, smarte Landwirtschaft, und Möglichkeiten der Weiterentwicklung im Sinne der Nachhaltigkeit
- Erhöhtes Niveau: innovative nachhaltige Nutzungsformen, etwa Urban Gardening, sowie das Dust-Bowl-Syndrom
Im Klartext
Wie bodengeographische Grundlagen und globalisierte Agroindustrie die Landwirtschaft in Industrieländern prägen, welche Nutzungsformen eine nachhaltigere Entwicklung ermöglichen und wie sich das Dust-Bowl-Syndrom sowie Urban Gardening als Beispiele einordnen lassen.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q4.3 Nachhaltige Nahrungsmittelproduktion“
- Bedeutung des Bodens für die Weltbevölkerung, Zeiträume für Bodenbildung, Bodendegradation wie Bodenerosion, Desertifikation, Bodenversalzung, Schadstoffbelastung, Bodenversauerung, Bodenverdichtung, Flächenverbrauch und Bodenversiegelung
- Bedeutung des Klimawandels für agrarische Nutzflächen, etwa Verlust von Ackerfläche und potenzielle Neuerschließung
- Nahrung aus dem Meer: Fischvorkommen und naturgeographische Gegebenheiten, Bedeutung von Fisch für die Nahrungsmittelversorgung in unterschiedlichen Teilen der Erde, Konkurrenz um Fanggründe, Überfischung, nachhaltige Fischereiwirtschaft, Aquakulturen als Lösungsansatz
Im Klartext
Welche Bedeutung der Boden für die Welternährung hat, wie der Klimawandel agrarische Nutzflächen verändert und welche Rolle Fischerei und Aquakultur für die Nahrungsmittelversorgung spielen.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Struktur der Prüfung, Auswahl und Hilfsmittel“
- Aufgabenart nach EPA Erdkunde in der Fassung vom 10. Februar 2005: materialgebundene Problemerörterung mit Raumbezug
- Der Prüfling wählt aus drei Vorschlägen einen zur Bearbeitung aus
- Zugelassene Hilfsmittel: Wörterbuch der deutschen Rechtschreibung, ein Atlas (Diercke oder Haack), eine Liste der fachspezifischen Operatoren
Im Klartext
Die Aufgabenart ist die materialgebundene Problemerörterung mit Raumbezug nach EPA Erdkunde. Der Prüfling wählt aus drei vorgelegten Aufgabenvorschlägen einen zur Bearbeitung aus, die Bearbeitungszeit einschließlich Auswahlzeit beträgt im Leistungskurs 300 Minuten.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
Grundkurs
10 Themen, davon 10 verbindlich
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q1.1 Erschließung und Abbau von Rohstoffen“
- Systematik und Begriffsdefinition: Rohstoffe, Ressourcen, Lagerstätten und Reserven
- Problematik von Erschließung und Abbau als Folge ökonomischer Mechanismen wie Verbrauch und Nachfrage, an einem aktuellen Beispiel im Nahraum, etwa Sand, Gestein, Kalisalz oder Wasser, und einem geopolitisch relevanten Beispiel, etwa Abbau am Rande der Ökumene wie Ölsande
- Politische Maßnahmen, ökologisch und sozial, nach dem Abbau von Rohstoffen, etwa Rekultivierung
Im Klartext
Wie Rohstoffe, Ressourcen, Lagerstätten und Reserven definiert sind und welche ökonomischen und politischen Folgen ihre Erschließung und ihr Abbau haben, an einem Beispiel im Nahraum und einem geopolitisch relevanten Beispiel.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q1.2 Globale Herausforderung: Knappe Rohstoffe“
- Globale Verflechtung von Rohstoffgewinnung, -verarbeitung und -nutzung sowie Wertschöpfung und Entsorgung
- Strategien und deren Grenzen im Umgang mit knappen Rohstoffen im Überblick, etwa Substitution, Innovation, Recycling, Urban Mining
- Strategische Rohstoffe wie Wasser, Boden, kritische Metalle, seltene Erden und Lithium: Definition, Vorkommen, Endlichkeit, Verwendungsmöglichkeiten, politische Instrumentalisierung, geopolitische Konflikte
- Chancen und Risiken des Recyclings in nicht entwickelten Ländern, etwa Export von Plastikmüll nach Malaysia, Abwrackwerften in Indien, Elektroschrott in Ghana
Im Klartext
Wie Rohstoffgewinnung, -verarbeitung, -nutzung und -entsorgung weltweit verflochten sind und mit welchen Strategien knappe und strategische Rohstoffe bewirtschaftet werden.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q1.4 Zukunftsfähige, nachhaltige Energieversorgung“
- Globaler Energieverbrauch in Korrelation mit der Wirtschaftskraft der Länder
- Herausforderungen und politische Gestaltungsmöglichkeiten einer zukunftsfähigen Energieversorgung, lokal und global
- Funktionsweise in Grundzügen und Potenziale einer erneuerbaren Energiequelle, Auswahl aus Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie, Biomasse und Erdwärme, sowie Probleme bei deren Nutzung wie Erzeugung, Speicherung und Transport
Im Klartext
Wie der globale Energieverbrauch mit der Wirtschaftskraft von Ländern zusammenhängt und welche Potenziale und Probleme erneuerbare Energiequellen für eine zukunftsfähige Energieversorgung haben.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q2.1 Raumentwicklung in Deutschland und Europa, das Leitbild der Nachhaltigkeit und dessen politische Umsetzung“
- Ausgangspunkt: Disparitäten in Deutschland und Europa
- Zielperspektive: Ziele und Schwerpunkte der Raumplanung für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland und Europa, Abbau von Entwicklungsunterschieden, insbesondere das Nachhaltigkeitsverständnis gemäß dem 4+2-Modell (Ökologie, Ökonomie, Politik, Soziales, weltweite Gerechtigkeit, Generationengerechtigkeit) und der Agenda 2030
- Umsetzung: Grundlagen der Raumordnung in Deutschland und Europa anhand eines aktuellen, möglichst europäisch bedeutsamen Fallbeispiels mit deutlichem Raumnutzungskonflikt
- Strategien der Raumordnung, etwa Gegenstrom- und Subsidiaritätsprinzip, zentrale Orte, Entwicklungsachsen, Raumentwicklungsmodelle, Prozesse politischer Willensbildung und Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung
Im Klartext
Wie Disparitäten in Deutschland und Europa entstehen, welche Ziele die Raumplanung für eine nachhaltige Entwicklung verfolgt und wie sie an einem aktuellen Fallbeispiel mit Raumnutzungskonflikt umgesetzt wird.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q2.2 Marktwirtschaftlich dominierte Strukturwandelprozesse“
- Stadtgeographische Grundlagen: Strukturmodell der deutschen Stadt, Stadt-Umland-Beziehungen wie Urbanisierung, Suburbanisierung, Deurbanisierung und Reurbanisierung, Push- und Pull-Faktoren als Ursache von Binnenmigration
- Gentrifizierung und Segregation als Herausforderung der nachhaltigen Stadtentwicklung, insbesondere in der Dimension soziale Nachhaltigkeit, Merkmale und Folgen wie funktionale und sozialräumliche Gliederung, Wohnraum- und Stadtteilaufwertung, Kauf- und Mietpreisentwicklung
- Allgemeines Modell der Gentrifizierung: Phasen, Ursachen, Formen und Folgen
- Politischer Umgang mit Gentrifizierung, etwa Mietpreisbremse und sozialer Wohnungsbau
Im Klartext
Wie sich deutsche Städte strukturell gliedern und durch Urbanisierung, Suburbanisierung, Gentrifizierung und Segregation verändern, und wie Politik damit umgeht.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q3.1 Entwicklungszusammenarbeit und internationale Konflikte in einer globalisierten Staatenwelt, Agenda 2030“
- Ausgangssituation: Erklärungsansätze für Nicht-Entwicklung, naturräumlich (zum Beispiel Rohstoffmangel, Klimaungunst), intern (zum Beispiel Demographie, traditionsorientierte Kultur und Werteordnung, bad governance) und extern (zum Beispiel koloniales Erbe, auf Rohstoffe konzentrierte Exportstruktur, terms of trade), Modernisierungs- und Dependenztheorie
- Globale Disparitäten: Klassifikationsmöglichkeiten von Staaten, Einordnen des Entwicklungsstandes im internationalen Vergleich, Einteilungsarten, insbesondere HDI und BIP, sowie Problematik der Indikatoren
- Zielperspektive: Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit den handlungsleitenden Perspektiven People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership
- Umsetzungsmöglichkeiten: Entwicklungschancen intern, etwa Rohstoffreichtum, Bildung, Gesundheit, good governance, Korruptionsbekämpfung, ökologische und soziale Standards, und extern, etwa Entwicklungszusammenarbeit und Beiträge von Nichtregierungsorganisationen
Im Klartext
Wie sich Nicht-Entwicklung an einem wenig entwickelten Staat erklären lässt, wie Staaten nach ihrem Entwicklungsstand eingeteilt werden und welche Ziele und Umsetzungsmöglichkeiten die Agenda 2030 vorsieht.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q3.2 Strukturwandel der Weltwirtschaft, Globalisierung als Möglichkeit einer nachhaltigen Entwicklung?“
- Überblick über die ökonomische Globalisierung: Verflechtung von Nationalökonomien, Außenhandel, Schaffung globaler oder kontinentaler Märkte, Intensivierung des internationalen Wettbewerbs, Informations- und Kommunikationstechnologien, Liberalisierung des Welthandels
- Möglichkeiten der nachhaltigen Entwicklung in Abhängigkeit von naturräumlichen Voraussetzungen, etwa Potenziale für Landwirtschaft oder Tourismus
- Einbindung der Entwicklungsländer in den Welthandel und deren Auswirkungen, etwa Importsubstitution und Exportdiversifizierung
- Ein konkretes Beispiel für die Auswirkungen ökonomischer Globalisierungsprozesse im Kontext der Nachhaltigkeit, etwa Produktion von Konsumgütern in China, Konzentration der Pharmaindustrie in Indien, Kinderarbeit, Rohstoffabbau
Im Klartext
Wie ökonomische Globalisierung Nationalökonomien verflicht, welche Chancen und Risiken sie für Entwicklungsländer bietet und wie sich das an einem konkreten Beispiel zeigt.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q3.3 Landwirtschaft in den Industrieländern, Möglichkeiten der Bewirtschaftung“
- Bodengeographische Grundlagen, etwa Bodenbildungsprozesse, Bodenfruchtbarkeit, Bodentypen, Bodenzonen, Abhängigkeit vom Klima, im Kontext aktueller Herausforderungen wie Treibhausgasemissionen, Düngung, Nitratbelastung und Bodenerosion
- Globalisierte Agroindustrie: Wandel in Anzahl und Größenstruktur landwirtschaftlicher Betriebe, insbesondere Intensivierung, Maschinisierung, Spezialisierung, Produktivitätssteigerung
- Aktuelle Nutzungsformen, etwa Agrobusiness, konventioneller und ökologischer Landbau, smarte Landwirtschaft, und Möglichkeiten der Weiterentwicklung im Sinne der Nachhaltigkeit
Im Klartext
Wie bodengeographische Grundlagen und globalisierte Agroindustrie die Landwirtschaft in Industrieländern prägen und welche Nutzungsformen eine nachhaltigere Entwicklung ermöglichen.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Q4.3 Nachhaltige Nahrungsmittelproduktion“
- Bedeutung des Bodens für die Weltbevölkerung, Zeiträume für Bodenbildung, Bodendegradation wie Bodenerosion, Desertifikation, Bodenversalzung, Schadstoffbelastung, Bodenversauerung, Bodenverdichtung, Flächenverbrauch und Bodenversiegelung
- Bedeutung des Klimawandels für agrarische Nutzflächen, etwa Verlust von Ackerfläche und potenzielle Neuerschließung
- Nahrung aus dem Meer: Fischvorkommen und naturgeographische Gegebenheiten, Bedeutung von Fisch für die Nahrungsmittelversorgung in unterschiedlichen Teilen der Erde, Konkurrenz um Fanggründe, Überfischung, nachhaltige Fischereiwirtschaft, Aquakulturen als Lösungsansatz
Im Klartext
Welche Bedeutung der Boden für die Welternährung hat, wie der Klimawandel agrarische Nutzflächen verändert und welche Rolle Fischerei und Aquakultur für die Nahrungsmittelversorgung spielen.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- verbindlich
Wortlaut der Vorgabe
„Struktur der Prüfung, Auswahl und Hilfsmittel“
- Aufgabenart nach EPA Erdkunde in der Fassung vom 10. Februar 2005: materialgebundene Problemerörterung mit Raumbezug
- Der Prüfling wählt aus drei Vorschlägen einen zur Bearbeitung aus
- Zugelassene Hilfsmittel: Wörterbuch der deutschen Rechtschreibung, ein Atlas (Diercke oder Haack), eine Liste der fachspezifischen Operatoren
Im Klartext
Die Aufgabenart ist die materialgebundene Problemerörterung mit Raumbezug nach EPA Erdkunde. Der Prüfling wählt aus drei vorgelegten Aufgabenvorschlägen einen zur Bearbeitung aus, die Bearbeitungszeit einschließlich Auswahlzeit beträgt im Grundkurs 255 Minuten.
Quelle: Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026
- Abiturerlass zum Landesabitur 2027, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Stand 02.07.2025, abgerufen am 01.10.2026