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Klausur erzeugen · Abitur 2027 · Saarland

ErdkundeLeistungskurs

Alle Themen der amtlichen Vorgaben für diesen Jahrgang. Schließ ein, was du üben musst, schließ aus, was sitzt. Was offen bleibt, wird gezogen.

vorläufig, Änderungen möglich

Im Saarland gibt es Leistungs- und Grundkurse, und auch der Grundkurs wird schriftlich geprüft. Für die Abiturjahre 2025 bis 2029 gilt: Alle Themenfelder des jeweiligen Lehrplans sind prüfungsrelevant, außer dem Themenfeld „Ernährungssicherung der Weltbevölkerung“ im zweiten Jahr der Hauptphase und dem gesamten variablen Pflichtbereich am Ende der Hauptphase, keines seiner Module zählt zum Prüfungsstoff.

Bearbeitungszeit270 Minuten, 4 Stunden 30 MinutenThemen in den Vorgaben13, davon 13 verbindlich
Themen der Klausur
  • verbindlichwird gezogen

    Klima

    Das planetarische Druck- und Windsystem der Erde, die allgemeine Zirkulation und eine Klimaklassifikation als globales Orientierungsraster.

    • Planetarisches Druck- und Windsystem der Erde und räumliche Verlagerung der Druck- und Windgürtel in Abhängigkeit vom Sonnenstand
    • Globales Klima mit Hilfe der allgemeinen Zirkulation der Erde und örtlich wirksamer Klimafaktoren
    • Geographische Einordnung eines Raumes und relieforientierte Grobgliederung
    • Nutzung einer Klimaklassifikation, etwa nach Siegmund/Frankenberg oder Köppen/Geiger, zur Beschreibung des Klimas und als Orientierungsraster
  • verbindlichwird gezogen

    Vegetation

    Die wichtigsten Vegetationszonen der Erde und ihr Zusammenhang mit den klimatischen Gegebenheiten.

    • Typische Merkmale der wichtigsten Vegetationszonen der Erde
    • Zusammenhänge zwischen klimatischen Gegebenheiten und der potenziell-natürlichen Vegetationsgliederung
    • Angepasstheiten der Vegetation an unterschiedliche klimatische Bedingungen
    • Unterschied zwischen potenziell-natürlicher und realer Vegetation der Erde
  • verbindlichwird gezogen

    Boden und Bodenbildungsprozesse

    Boden als Ergebnis des Zusammenwirkens von Ausgangsgestein, Klima und Organismen, am Beispiel von Braunerde, Schwarzerde und tropischer Roterde. Dieses Thema behandelt nur der Leistungskurs.

    • Boden als Ergebnis des Zusammenwirkens von Ausgangsgestein, Klima und Organismen
    • Bedeutung der Huminstoffe und Tonminerale für die Bodenfruchtbarkeit
    • Grundlegende Bodenbildungsprozesse am Beispiel der Braunerde, der Schwarzerde und der tropischen Roterde
    • Verbreitung der wichtigsten Böden der Erde, Formen der Bodendegradation und deren Ursachen
  • verbindlichwird gezogen

    Die Tropen, anthropogene Einflüsse in ein naturnahes Ökosystem

    Klima und Vegetation der Tropen am Beispiel eines Raumes wie Kamerun sowie Plantagenwirtschaft und Regenwaldzerstörung mit agrargeographischem Schwerpunkt, einschließlich verschiedener Modelle des Nachhaltigkeitsprinzips.

    • Verbreitung der tropischen Vegetation in Abhängigkeit vom Klima, geringe Fruchtbarkeit tropischer Roterden
    • Vegetationsgeographische Gliederung und Analyse eines Raumes in den inneren Tropen, etwa Costa Rica oder Amazonastiefland
    • Ecofarming als ökologisch angepasste Wirtschaftsform in den Tropen, verschiedene Modelle des Nachhaltigkeitsprinzips wie Nachhaltigkeitsdreieck und -viereck
    • Plantagenwirtschaft an einem konkreten Beispiel, etwa Palmölanbau, ihre Nachhaltigkeit sowie Ursachen und Folgen der Regenwaldzerstörung
  • verbindlichwird gezogen

    Arider Raum, Notwendigkeit des nachhaltigen Umgangs mit Wasser

    Klimatische und vegetationsgeographische Gegebenheiten der Trockenwüsten, Nutzungsmöglichkeiten durch Bewässerung sowie der Syndromansatz am Beispiel des Aralsees.

    • Klimatische und vegetationsgeographische Gegebenheiten der Trockenwüsten der Erde, Entstehung verschiedener Wüstentypen, etwa Wendekreiswüsten
    • Probleme und Hemmnisse der Landwirtschaft arider Räume, Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung durch Bewässerung, Vor- und Nachteile verschiedener Bewässerungstechniken
    • Klimatische und hygrische Gegebenheiten im Bereich des Aralsees, Auswertung thematischer Karten zu Wasserhaushalt und Landschaftswandel
    • Syndromansatz als Möglichkeit der Erforschung globaler Umwelt- und Entwicklungsprobleme am Beispiel des Aralseesyndroms
    • Nachhaltiger Umgang mit Wasser und nachhaltige Sicherung der Wasserversorgung weltweit
  • verbindlichwird gezogen

    Skandinavien, anthropogenes Handeln in einem glazial überformten Raum

    Klima, Vegetation und glaziale Überformung Skandinaviens sowie die wirtschaftliche Nutzung Finnlands, mit wirtschaftsgeographischem Schwerpunkt. Dieses Thema behandelt nur der Leistungskurs.

    • Charakteristika des Klimas in Skandinavien, edaphische und vegetationsgeographische Gegebenheiten des borealen Nadelwaldes und der Tundra
    • Elemente des glazialen Formenschatzes und der glazialen Serie, Analyse der glazialen Überformung der Landschaft in Skandinavien
    • Wirtschaftliche Nutzung Finnlands, Probleme der Raumerschließung und Lösungsmöglichkeiten
    • Gegenwärtige und mögliche zukünftige Folgen des anthropogen verursachten Klimawandels für Skandinavien
  • verbindlichwird gezogen

    Wirtschaftsräume im Wandel

    Grundlegende Entwicklungen der Wirtschaftsstruktur Deutschlands, Strukturwandel im Ruhrgebiet oder im Saarland sowie die Theorie der langen Wellen nach Kondratieff.

    • Grundlegende Entwicklungen der Wirtschaftsstruktur eines Industrielandes am Beispiel Deutschlands
    • Harte und weiche Standortfaktoren und ihr Bedeutungswandel als Folge technischen Fortschritts, veränderter Nachfrage und politischer Vorgaben
    • Analyse und Bewertung des Strukturwandels im Ruhrgebiet oder im Saarland an einem konkreten Beispiel, etwa Phoenix-See, CentrO oder Saarterrassen Burbach
    • Theorie der langen Wellen nach Kondratieff und die Notwendigkeit ständiger Innovationsbereitschaft in Wirtschaftsräumen
  • verbindlichwird gezogen

    Städte im Wandel

    Geographisch relevante Merkmale von Städten, Idealgrundrisse aus unterschiedlichen Stadtentwicklungsphasen, die City als Wirtschaftszentrum, Suburbanisierung sowie Segregation und Gentrifizierung, mit stadtökologischem Schwerpunkt und verbindlicher Exkursion.

    • Geographisch relevante Merkmale einer Stadt, Idealgrundrisse und typische Merkmale von Städten aus unterschiedlichen historischen Stadtentwicklungsphasen
    • Physiognomische und funktionale Merkmale der City als Wirtschaftszentrum, Phasen der Suburbanisierung, Leitbilder der Stadtentwicklung im 20. Jahrhundert
    • Funktionale Gliederung einer Stadt, Ursachen und Folgen von Segregation und Gentrifizierung
    • Ökologische Probleme von Städten in Deutschland und Aspekte einer nachhaltigen Stadtentwicklung an einem konkreten Beispiel, etwa Quartier Vauban in Freiburg
    • Durchführung einer stadtgeographischen Exkursion mit Kurzreferaten und Exkursionsprotokoll
  • verbindlichwird gezogen

    Zusammenwachsen und das Entstehen von Disparitäten in Europa

    Das politische und wirtschaftliche Zusammenwachsen Europas seit dem Zweiten Weltkrieg, sozioökonomische Disparitäten sowie EU-Regional- und Strukturförderung, mit wirtschaftsgeographischem Schwerpunkt.

    • Wesentliche Schritte des Zusammenwachsens Europas nach dem Zweiten Weltkrieg und aktuelle Entwicklungen
    • Verortung wichtiger Flüsse, Gebirge sowie Industrie- und Ballungsräume Europas, Wirtschaftsindikatoren und Analyse sozioökonomischer Disparitäten
    • Wirtschaftsstruktur eines strukturschwachen Landes in Europa im Vergleich zu einem strukturstarken Land wie Deutschland
    • Chancen und Risiken zur wirtschaftlichen Entwicklung eines strukturschwachen Landes im Rahmen der EU-Mitgliedschaft
  • verbindlichwird gezogen

    Globale Entwicklungsdisparitäten

    Indikatoren zur Klassifizierung von Staaten wie HDI und SDGI, das Modell des demographischen Übergangs sowie eine entwicklungsgeographische Raumanalyse zur Kolonialgeschichte, etwa Mali oder Namibia.

    • Pro-Kopf-Einkommen, Human-Development-Index (HDI) und Sustainable Development Goals-Index (SDGI) als Klassifizierungsmöglichkeiten von Staaten
    • Unterscheidung von Entwicklungsständen anhand ökonomischer, sozialer, demographischer und ökologischer Indikatoren, Einordnung als Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer
    • Modell des demographischen Übergangs und Unterschiede zwischen globalem Norden und globalem Süden
    • Kolonialisierung und Dekolonialisierung Afrikas, Ursachen der Unterentwicklung am Raumbeispiel Mali oder Namibia
  • verbindlichwird gezogen

    Globale Migration

    Ursachen der globalen Migration sowie Chancen und Risiken für Herkunfts- und Zielgebiete. Im Leistungskurs ist dies ein eigenes Pflichtthema, im Grundkurs gehört es nur zum nicht prüfungsrelevanten variablen Pflichtbereich.

    • Ursachen der globalen Migration
    • Chancen und Risiken internationaler Migration für Herkunfts- und Zielgebiete
    • Verschiedene Positionen zum Umgang mit Migration und deren Darstellung in den Medien
    • Maßnahmen zur Eingrenzung von Migration sowie Möglichkeiten zur Unterstützung von Migranten
  • verbindlichwird gezogen

    Metropolisierung und Marginalisierung

    Der weltweite Verstädterungsprozess, die Abgrenzung von Megastädten, Metropolen und Global Cities sowie eine stadtgeographische Raumanalyse, etwa São Paulo.

    • Weltweiter Prozess der Verstädterung und Urbanisierung, Veränderung der räumlichen Verteilung der größten Agglomerationen im Zeitverlauf
    • Abgrenzung von Megastädten, Metastädten, Metropolen und Global Cities, ihre weltweite Verteilung
    • Ursachen und Folgen des Wachstums von Megastädten an einem gewählten Raumbeispiel, etwa São Paulo
    • Zunehmende Vulnerabilität städtischer Agglomerationen im Zusammenhang mit Metropolisierung, Marginalisierung und Klimawandel
  • verbindlichwird gezogen

    Tourismus als Entwicklungschance

    Die weltweite Entwicklung des Massentourismus sowie eine Raumanalyse mit touristischem Schwerpunkt, etwa Bali, einschließlich der vier Raumkonzepte der Geographie.

    • Entwicklung des Massentourismus weltweit, globale Verteilung des Ferntourismus
    • Attraktivität eines Raumbeispiels für die touristische Nutzung und dessen Lagebeziehungen
    • Die vier Raumkonzepte der Geographie und unterschiedliche Raumwahrnehmung verschiedener Akteure
    • Massentourismussyndrom, Kriterien nachhaltigen Reisens sowie positive und negative Folgen touristischer Nutzung

Eingeschlossene Themen kommen sicher vor, ausgeschlossene nicht. Der Rest wird gezogen, verbindliche Themen zuerst.

Wortlaut und Quelle der Vorgaben stehen unter Themenvorgaben, die zugelassenen Operatoren unter Operatoren. Die Klausur ist eine Übung, keine echte Prüfungsaufgabe.