Zum Inhalt springen
Themenvorgaben · Abitur 2027 · Rheinland-Pfalz

Mathematik

vorläufig

Oben steht jeweils der Wortlaut der Vorgabe, darunter auf grauer Fläche, was er für dich bedeutet. Verbindlich ist allein der Wortlaut.

Für den Abiturjahrgang 2027 veröffentlicht Rheinland-Pfalz keine eigene jährliche Themenliste für Mathematik. Gezeigt werden deshalb die verbindlichen mathematischen Leitideen der Qualifikationsphase, wie sie in den bundesweiten Bildungsstandards festgelegt sind. Das Land verlangt in seinem Rundschreiben zur Abiturprüfung ausdrücklich, dass die Abituraufgaben den Nachweis aller dieser Leitideen ermöglichen, sowohl nach dem rheinland-pfälzischen Lehrplan als auch nach den Bildungsstandards.

Leistungskurs

7 Themen, davon 7 verbindlich

  1. verbindlich

    Wortlaut der Vorgabe

    „Lehrplaninhalte der gymnasialen Oberstufe“

    • Der vollständige Lehrplan und seine verbindlichen Inhalte bleiben maßgeblich.

    Im Klartext

    Die schriftliche Prüfung kann Inhalte aus dem für Mathematik geltenden Lehrplan der gymnasialen Oberstufe aufgreifen. Die amtliche Quelle legt für 2027 keine engere, fachbezogene Themenauswahl in diesem Datensatz fest.

    Quelle: Rechtsgrundlagen zur gymnasialen Oberstufe und Lehrpläne, Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz, abgerufen am 23.09.2026

  2. verbindlich

    Wortlaut der Vorgabe

    „Jahresvorgaben und Prüfungsrahmen“

    Im Klartext

    Das Rundschreiben 2027 regelt die Durchführung und fachspezifischen Anforderungen. Es ist kein Ersatz für die fachlichen Inhalte des Lehrplans.

    Quelle: Rundschreiben zur Abiturprüfungsordnung für das Abitur 2027, Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz, Stand 19.05.2026, abgerufen am 23.09.2026

  3. verbindlich

    Wortlaut der Vorgabe

    „Leitidee: Algorithmus und Zahl“

    • geeignete Verfahren zur Lösung von Gleichungen und Gleichungssystemen auswählen
    • ein algorithmisches Lösungsverfahren für lineare Gleichungssysteme (Gaußverfahren) erläutern und anwenden, auch in Matrixschreibweise
    • Grenzwerte auf der Grundlage eines propädeutischen Grenzwertbegriffs insbesondere bei der Bestimmung von Ableitung und Integral nutzen
    • einfache Sachverhalte mit Tupeln oder Matrizen beschreiben und mathematische Prozesse durch Matrizen unter Nutzung von Matrizenmultiplikation und inversen Matrizen beschreiben (Alternative Lineare Algebra)
    • Potenzen von Matrizen bei mehrstufigen Prozessen nutzen sowie Grenzmatrizen und Fixvektoren interpretieren (Alternative Lineare Algebra)
    • das Skalarprodukt und das Vektorprodukt zweier Vektoren berechnen und geometrisch interpretieren (Alternative Analytische Geometrie)

    Im Klartext

    Algorithmische Verfahren und der erweiterte Zahlbegriff: von Näherungsverfahren für Nullstellen über weitere Ableitungs- und Integrationsregeln bis zum Rechnen mit Matrizen und Vektorprodukten.

    Quelle: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 18.10.2012), Kultusministerkonferenz (KMK), Stand 18.10.2012, abgerufen am 28.09.2026

  4. verbindlich

    Wortlaut der Vorgabe

    „Leitidee: Messen“

    • Streckenlängen und Winkelgrößen im Raum auch mithilfe des Skalarprodukts bestimmen
    • Sekanten- und Tangentensteigungen an Funktionsgraphen bestimmen sowie Änderungsraten berechnen und deuten
    • Inhalte von Flächen, die durch Funktionsgraphen begrenzt sind, bestimmen sowie Bestände aus Änderungsraten und Anfangsbestand berechnen
    • Lage- und Streumaße einer Stichprobe sowie Erwartungswert und Standardabweichung diskreter Zufallsgrößen bestimmen und deuten
    • Abstände zwischen Punkten, Geraden und Ebenen bestimmen (Alternative Analytische Geometrie)
    • das Volumen von Körpern bestimmen, die durch Rotation um die Abszissenachse entstehen

    Im Klartext

    Längen, Winkel, Flächen und Volumina bestimmen, mit dem Integral als Werkzeug für Flächen-, Volumen- und Mittelwertberechnungen sowie mit Kenngrößen von Stichproben und Zufallsgrößen.

    Quelle: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 18.10.2012), Kultusministerkonferenz (KMK), Stand 18.10.2012, abgerufen am 28.09.2026

  5. verbindlich

    Wortlaut der Vorgabe

    „Leitidee: Raum und Form“

    • geometrische Sachverhalte in Ebene und Raum koordinatisieren
    • elementare Operationen mit geometrischen Vektoren ausführen und Vektoren auf Kollinearität untersuchen
    • das Skalarprodukt geometrisch deuten
    • Vektoren beim Arbeiten mit geradlinig bzw. ebenflächig begrenzten geometrischen Objekten anwenden
    • Geraden und Ebenen analytisch beschreiben und die Lagebeziehungen von Geraden und von Ebenen untersuchen

    Im Klartext

    Räumliches Vorstellungsvermögen mit Vektoren: Geraden und Ebenen koordinatisieren, ihre Lagebeziehungen untersuchen und geometrische Sachverhalte mit dem Vektorkalkül beweisen.

    Quelle: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 18.10.2012), Kultusministerkonferenz (KMK), Stand 18.10.2012, abgerufen am 28.09.2026

  6. verbindlich

    Wortlaut der Vorgabe

    „Leitidee: Funktionaler Zusammenhang“

    • die Funktionsklassen der Sekundarstufe I sowie einfache Verknüpfungen und Verkettungen von Funktionen zur Beschreibung quantifizierbarer Zusammenhänge nutzen
    • die Ableitung als lokale Änderungsrate deuten, Änderungsraten funktional beschreiben (Ableitungsfunktion) und interpretieren
    • Funktionen ableiten unter Nutzung der Faktor-, Summen-, Produkt- und Kettenregel
    • die Ableitung zur Bestimmung von Monotonie und Extrema von Funktionen nutzen und den Ableitungsgraphen aus dem Funktionsgraphen entwickeln und umgekehrt
    • das bestimmte Integral deuten, insbesondere als rekonstruierten Bestand, den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung geometrisch begründen und Funktionen mittels Stammfunktionen integrieren, auch mit der ln-Funktion als Stammfunktion von 1/x und als Umkehrfunktion der e-Funktion
    • Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen zur Beschreibung stochastischer Situationen nutzen

    Im Klartext

    Funktionen untersuchen und ableiten, vom Erkennen von Verkettungen über Extremwertprobleme bis zum Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung.

    Quelle: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 18.10.2012), Kultusministerkonferenz (KMK), Stand 18.10.2012, abgerufen am 28.09.2026

  7. verbindlich

    Wortlaut der Vorgabe

    „Leitidee: Daten und Zufall“

    • statistische Erhebungen exemplarisch planen und beurteilen
    • Sachverhalte mithilfe von Baumdiagrammen oder Vierfeldertafeln untersuchen und damit Probleme zu bedingten Wahrscheinlichkeiten lösen
    • Teilvorgänge mehrstufiger Zufallsexperimente anhand einfacher Beispiele auf stochastische Unabhängigkeit untersuchen
    • die Binomialverteilung und ihre Kenngrößen nutzen, auch mithilfe von Simulationen
    • in einfachen Fällen aufgrund von Stichproben auf die Gesamtheit schließen und für binomialverteilte Zufallsgrößen Aussagen über die unbekannte Wahrscheinlichkeit sowie deren Unsicherheit und Genauigkeit begründen (Alternative Schätzen)
    • Hypothesentests interpretieren und die Unsicherheit und Genauigkeit der Ergebnisse begründen (Alternative Testen)
    • diskrete und stetige Zufallsgrößen unterscheiden und die Glockenform als Grundvorstellung normalverteilter Zufallsgrößen nutzen sowie annähernd normalverteilte stochastische Situationen untersuchen

    Im Klartext

    Beurteilende Statistik: von mehrstufigen Zufallsexperimenten und der Binomialverteilung bis zu Schätzverfahren, Hypothesentests und normalverteilten Zufallsgrößen.

    Quelle: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 18.10.2012), Kultusministerkonferenz (KMK), Stand 18.10.2012, abgerufen am 28.09.2026

Rheinland-Pfalz weist für Mathematik nur eine Kursart aus; siehe Hinweis oben.

Quellen
  1. Rundschreiben zur Abiturprüfungsordnung für das Abitur 2027, Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz, Stand 19.05.2026, abgerufen am 23.09.2026
  2. Rechtsgrundlagen zur gymnasialen Oberstufe und Lehrpläne, Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz, abgerufen am 23.09.2026
  3. Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 18.10.2012), Kultusministerkonferenz (KMK), Stand 18.10.2012, abgerufen am 28.09.2026