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Klausur erzeugen · Abitur 2027 · Bayern

MathematikErhöhtes Anforderungsniveau (einheitlich für alle Prüflinge)

Alle Themen der amtlichen Vorgaben für diesen Jahrgang. Schließ ein, was du üben musst, schließ aus, was sitzt. Was offen bleibt, wird gezogen.

vorläufig, Änderungen möglich

Bayern veröffentlicht für Mathematik keine jährliche Themenauswahl. Gezeigt werden die verbindlichen Inhalte des LehrplanPLUS für die Jahrgangsstufen 12 und 13 (Qualifikationsphase am neunjährigen Gymnasium), die für den Abiturjahrgang 2027 ebenso gelten wie für 2026, da Bayern keinen Jahrgangsfokus setzt.

Bearbeitungszeit300 Minuten, 5 StundenThemen in den Vorgaben7, davon 7 verbindlich
Themen der Klausur
  • verbindlichwird gezogen

    Analysis: Funktionsuntersuchung mit Ableitung und Stammfunktion (Jgst. 12)

    Untersuchung ganzrationaler, Exponential-, trigonometrischer, gebrochen-rationaler, Wurzel- und Logarithmusfunktionen mithilfe von Produkt-, Ketten- und Quotientenregel sowie der Umkehrfunktion; dazu der Zusammenhang zwischen Funktion und Stammfunktion.

    • Ganzrationale Funktionen, insbesondere mit Parametern: Untersuchung mit den Methoden der Differentialrechnung, auch mithilfe dynamischer Mathematiksoftware bei Funktionenscharen
    • Schluss aus dem Graphen einer Funktion auf den Graphen einer zugehörigen Stammfunktion; bei ganzrationalen Funktionen auch Ermittlung der Terme zugehöriger Stammfunktionen aus dem Funktionsterm
    • Natürliche Exponentialfunktion: Ableitungsfunktion stimmt mit dem Funktionsterm überein; Differenzieren von Verknüpfungen mit ganzrationalen Funktionen mittels Produkt- und Kettenregel; Vergleich des Wachstums von Exponential- und Potenzfunktion (Grenzwerte); Modellierung von Wachstums- und Abklingvorgängen
    • Sinus- und Kosinusfunktion: Ableitungsfunktion anhand graphischer Überlegungen; Untersuchung einfacher Verknüpfungen, insbesondere mit linearen Funktionen, mit Methoden der Differentialrechnung
    • Gebrochen-rationale Funktionen (Zähler- und Nennerpolynom höchstens Grad 2, vollständig gekürzt): Ableitung insbesondere mit der Quotientenregel; Untersuchung auch bei nicht unmittelbar bestimmbaren Nullstellen der Ableitungsfunktion mithilfe dynamischer Mathematiksoftware
    • Umkehrbarkeit einer Funktion mithilfe strenger Monotonie, insbesondere bei Quadrat- und Wurzelfunktion; rechnerische Bestimmung des Terms der Umkehrfunktion in einfachen Fällen; Ableitung von Potenzfunktionen mit rationalen Exponenten und ihren Verknüpfungen mit Produkt-, Quotienten- und Kettenregel
    • Natürliche Logarithmusfunktion als Umkehrfunktion der natürlichen Exponentialfunktion; Herleitung des Ableitungsterms; Untersuchung einfacher Verknüpfungen mit Rechenregeln für Logarithmen und den Grenzwerten der Logarithmusfunktion
  • verbindlichwird gezogen

    Stochastik: Binomialverteilung und Signifikanztest (Jgst. 12)

    Axiomatische Wahrscheinlichkeit, Zufallsgrößen und Binomialverteilung sowie darauf aufbauend der einseitige Signifikanztest bei binomialverteilt angenommenen Merkmalen.

    • Axiomatische Definition von Wahrscheinlichkeit; Vergleich mit anderen Ansätzen (Laplace'scher, frequentistischer oder subjektiver Wahrscheinlichkeitsbegriff)
    • Zufallsgröße, Wahrscheinlichkeitsverteilung, kumulative Wahrscheinlichkeitsverteilung; Veranschaulichung z. B. durch Säulendiagramme oder Histogramme; Erwartungswert, Varianz, Standardabweichung
    • Urnenmodelle „Ziehen mit Zurücklegen“ und „Ziehen ohne Zurücklegen“, auch mit Binomialkoeffizienten
    • Modellierung mit Bernoulli-Ketten; Binomialverteilung zur Berechnung von Wahrscheinlichkeiten, auch mit Summenschreibweise (Sigma-Symbol)
    • Erwartungswert und Standardabweichung einer binomialverteilten Zufallsgröße aus den Parametern der Binomialverteilung; Einfluss der Parameter auf die grafische Darstellung, auch mit dynamischer Mathematiksoftware
    • Einseitiger Signifikanztest: grundsätzliches Vorgehen, Abgrenzung von Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung, Einfluss der Zielsetzung auf die Wahl der Nullhypothese
    • Fehler erster Art und (unter Annahme einer konkreten alternativen Hypothese) Fehler zweiter Art; Ablehnungsbereich bei gegebenem Signifikanzniveau
    • Interpretation von Ergebnissen einseitiger Signifikanztests im Sachzusammenhang (u. a. Umfragen vor Wahlen); Abgrenzung von Fehlinterpretationen, insbesondere dass ein Signifikanztest keine Aussage über die Wahrscheinlichkeit der Gültigkeit der Nullhypothese zulässt
  • verbindlichwird gezogen

    Geometrie: Koordinatengeometrie im Raum (Jgst. 12)

    Grundlagen der analytischen Geometrie im dreidimensionalen Raum mit Vektoren, Skalar- und Vektorprodukt.

    • Darstellung von Punkten, Figuren und Körpern im dreidimensionalen kartesischen Koordinatensystem; Symmetrielagen bezüglich Koordinatenebenen, -achsen und -ursprung, auch mit 3D-Geometriesoftware
    • Rechnerische und grafische Bestimmung von Summen, Differenzen und skalaren Vielfachen von Vektoren im Raum unter Nutzung der Rechengesetze für Vektoren
    • Skalarprodukt zur Bestimmung von Vektorlängen und Winkelgrößen zwischen Vektoren, genutzt für Argumentationen an Figuren
    • Vektorprodukt zur Bestimmung eines zu zwei Vektoren orthogonalen Vektors sowie zur Berechnung von Flächeninhalten von Parallelogrammen und Dreiecken und, in Verbindung mit dem Skalarprodukt, von Volumina geeigneter Körper
    • Flexible Anwendung grundlegender Konzepte und Strategien aus der Unter- und Mittelstufe sowie der Vektorrechnung bei Berechnungen an geometrischen Körpern und Figuren, auch in Sachzusammenhängen; Reflexion unterschiedlicher Lösungswege
  • verbindlichwird gezogen

    Analysis: Integralrechnung (Jgst. 13)

    Das bestimmte Integral als Flächenbilanz und Gesamtänderung, der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung sowie Volumenberechnung von Rotationskörpern.

    • Bestimmtes Integral als Flächenbilanz; Begriff und Bedeutung der Integralfunktion, auch mit dynamischer Mathematiksoftware zur Veranschaulichung des Zusammenhangs von Integranden- und Integralfunktion
    • Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung; Berechnung von Werten bestimmter Integrale mithilfe von Stammfunktionen; Abgrenzung von Integralfunktion und Stammfunktion
    • Schluss vom Graphen einer Funktion auf den Verlauf des Graphen einer zugehörigen Integralfunktion und umgekehrt
    • Ermittlung von Termen von Stammfunktionen, auch mit den Integrationsregeln für Summen, Produkte mit konstantem Faktor und Verkettung mit linearer innerer Funktion
    • Berechnung von Flächeninhalten, die durch Funktionsgraphen begrenzt sind, einschließlich uneigentlicher Integrale
    • Bestimmtes Integral als Gesamtänderung einer Größe, wenn die Integrandenfunktion die lokale bzw. momentane Änderungsrate beschreibt (u. a. Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit und zurückgelegter Strecke)
    • Volumenberechnung eines Rotationskörpers, der durch Rotation eines Funktionsgraphen um die x-Achse entsteht
  • verbindlichwird gezogen

    Analysis: Anwendungen von Differential- und Integralrechnung (Jgst. 13)

    Vertiefte Untersuchung verknüpfter Funktionen mit Parametern, Extremwertprobleme und Anwendungen der Differential- und Integralrechnung in Sachzusammenhängen.

    • Untersuchung verknüpfter Funktionen, auch mit Parametern, mit Methoden der Differential- und Integralrechnung, auch mit dynamischer Mathematiksoftware
    • Bestimmung von Parameterwerten eines Funktionsterms aus gegebenen Bedingungen
    • Lösen von Extremwertproblemen zu inner- und außermathematischen Fragestellungen
    • Anwendung der Differential- und Integralrechnung in Sachzusammenhängen (z. B. Wirtschaftsmathematik, Statistik, Klimaforschung, Ingenieurwesen); Interpretation und Validierung der Ergebnisse
  • verbindlichwird gezogen

    Stochastik: Normalverteilung (Jgst. 13)

    Stetige Zufallsgrößen und die Normalverteilung als Modell für Messwerte.

    • Unterscheidung diskreter und stetiger Zufallsgrößen; Darstellung von Wahrscheinlichkeitsverteilungen durch Histogramme sowie Graphen von Dichte- und kumulativen Verteilungsfunktionen
    • Plausibilität der Normalverteilung anhand glockenförmiger Histogramme bei der Erhebung von Messwerten (z. B. Körpergröße, Länge von Werkstücken)
    • Grundlegende Eigenschaften von Dichtefunktion und kumulativer Verteilungsfunktion einer normalverteilten Zufallsgröße; Ablesen von Erwartungswert und Standardabweichung aus dem Term der Dichtefunktion, auch mit dynamischer Mathematiksoftware
    • Bestimmung der Wahrscheinlichkeit, dass Werte einer normalverteilten Zufallsgröße in einem Intervall liegen; Ermittlung passender, insbesondere um den Erwartungswert symmetrischer Intervalle zu vorgegebenen Wahrscheinlichkeiten, wo möglich mit den Sigma-Regeln
  • verbindlichwird gezogen

    Geometrie: Geraden, Ebenen und Kugeln im Raum (Jgst. 13)

    Analytische Geometrie von Geraden, Ebenen und Kugeln im Raum: Gleichungsformen, Lagebeziehungen und Abstandsberechnungen.

    • Geraden- und Ebenengleichungen in Parameterform; anschauliche Deutung linearer Abhängigkeit bzw. Unabhängigkeit von Vektoren; Darstellung eines Vektors als Linearkombination anderer Vektoren, falls möglich
    • Ebenengleichungen in Normalen- und Koordinatenform; Rückschlüsse aus der Ebenengleichung auf die besondere Lage der Ebene im Koordinatensystem
    • Systematische, begründete Ermittlung der gegenseitigen Lage von Geraden, von Ebenen sowie von Geraden und Ebenen zueinander; Berechnung von Schnittpunkten, Schnittgeraden und Schnittwinkeln, auch mit dynamischer Geometriesoftware
    • Abstandsberechnungen: zweier Punkte, eines Punkts von einer Geraden oder Ebene, zweier windschiefer oder paralleler Geraden, zweier Ebenen, einer Geraden von einer Ebene, ggf. mit der Hesse'schen Normalform
    • Kugelgleichungen in Koordinatenform; gegenseitige Lage von Kugeln und Geraden sowie von Kugeln und Ebenen auf Basis von Abstandsberechnungen
    • Flexible und situationsgerechte Anwendung von Methoden der analytischen Geometrie sowie grundlegender Konzepte und Strategien aus der Unter- und Mittelstufe bei Berechnungen an geometrischen Objekten in Sachzusammenhängen; strukturierte Dokumentation und vergleichende Beurteilung der Lösungswege

Eingeschlossene Themen kommen sicher vor, ausgeschlossene nicht. Der Rest wird gezogen, verbindliche Themen zuerst.

Wortlaut und Quelle der Vorgaben stehen unter Themenvorgaben, die zugelassenen Operatoren unter Operatoren. Die Klausur ist eine Übung, keine echte Prüfungsaufgabe.